Im Jahr 2025 hatten wir im Rahmen des One-Stop-Shop-Verfahrens (OSS) Steuerzahlungen an das BZSt geleistet und diese im SKR03 auf das Konto 1729 (Steuerzahlungen aus im anderen EU-Land steuerpflichtigen Leistungen) gebucht. Die Buchungen erfolgten mit tax2025 Professional. Beispielhaft angenommen in Summe 200EUR im Jahr 2025. Die einzelnen Buchungen haben den Gewinn im Jahr 2025 entsprechend um die beispielhaften 200EUR reduziert.
Jetzt habe ich die Gewinnermittlung für 2026 begonnen mit tax2026 Professional mit Datenübernahme aus 2025. Dabei hat tax2026 Professional automatisch einen Saldovortrag 1729 an 9000 erzeugt. Dieser entspricht genau der Summe der in 2025 an das BZSt gezahlten Steuern, also den beispielhaften 200EUR. Dieser Saldovortrag wirkt sich als Verlustvortrag aus. Das heißt, der Gewinn für 2026 startet erstmal bei minus 200EUR.
Vielleicht habe ich einen Denkfehler, aber aus meiner Sicht dürfte dieser Saldovortrag nicht erzeugt werden und dürfte nicht als Minus in den Gewinn vom neuem Jahr 2026 eingehen. Die Abführung der Mehrwertsteuer wurde schließlich schon in 2025 gewinnmindernd berücksichtigt. Meistens sitzt ja der Fehler vorm Rechner. Deswegen die Frage: Ist das ein Fehler im tax-Programm oder habe ich hier ein falsches Verständis, wie diese Steuerzahlungen zu behandeln sind?