Hallo Tax2024 User,
ich hatte vor Jahrzehnten, als ich noch Single und in Steuerklasse I war, zuletzt selbständig meine Steuererklärung gemacht, damals aber noch in Papierform.
Seit ich verheiratet bin und eine Familie mit meiner Frau habe, mit sowohl gemeinsamen als auch Stiefkindern, habe ich unser beider Erklärungen von einem Steuerberater über eine sog. Mitgliedschaft in einem Lohnsteuerhilfeverein machen lassen.
Ich wollte das nur vorausschicken, um meine Unbedarftheit in Steuerangelegenheiten zu erklären.
Weil das Einkommen meiner Frau wesentlich geringer als meines ist, haben wir uns bisher nach dem sog. Ehegattensplitting in den Klassen III/V veranlagen lassen.
Nun ist meine Frau auf die glorreiche Idee verfallen, unsere Steuerklassen nach IV/IV zu wechseln,
(was ja jederzeit möglich ist, aber die Zustimmung beider Eheleute voraussetzt)
weil sie sich ausgerechnet hat, dass sie damit etwa 350 € mehr pro Monat erhält, was für mich aber wesentlich höhere Abzüge bedeutet, die ich mir zumindest teilweise zwar über eine Erklärung zurück holen kann, aber frühestens nach anderthalb Jahren (wie mir der Mann für Fragen zu Steuerklassen meines FA ehrlicherweise eingeräumt hatte - Grund die langen Bearbeitungszeiten dort).
Das nützt mir aber nichts, weil ich sämtliche Kosten für den laufenden Unterhalt unserer Behausung allein tragen muss, während meine Frau, aber auch ihre erwachsene Stieftochter sich mit keinem Cent daran beteiligen, seit ich die Immobilie erworben habe.
Weil ich mich in ELSTER, wie gesagt, nicht auskannte, habe ich der Anfrage meiner Frau auf Einsicht bzw. Zugriff auf meine Unterlagen in ELSTER zugestimmt, ohne dass für mich ersichtlich war, dass ich damit dem gemeinsamen Steuerklassenwechsel zustimme.
Mit gefangen, mit gehangen.
Wegen des Charakters meiner Frau weiss ich, dass sie mir nie wieder ihre Zustimmung zum Rückwechsel nach III/V erteilen wird, was de facto auf Scheidung hinauslaufen wird, weil ich mit den höheren Abzügen und Nachzahlungsforderungen das Haus nicht werde halten können.
Dabei hatte ich ihr angeboten statt Klassenwechsel sogar per Dauerauftrag 500 € monatlich zu überweisen.
Uff, ich hatte gar nicht vor, so viel Sermon hier zu salbadern für meine Pille-Palle-Frage, wie ich in Tax2024 meine PDFs mit den Rechnungen einfüge, dass mein FA die in ELSTER zusammen mit meiner Erklärung vorfindet, denn die FÄ in Brandenburg berücksichtigen mittlerweile nur noch Werbungskosten, die per Rechnung belegt werden können, also keine Pauschalen mehr, wie mir freundlicherweise Tax2024 verriet.
In Tax2024 konnte ich mir z.B. zwar schön eine Tabelle mit Kaufdatum, Titel und Kaufpreis meiner 2023 angeschafften Fachliteratur unter Werbungskosten zusammenklicken, habe aber an keiner Stelle gefunden, wie oder wo ich die PDFs mit den Belegen anfüge.
Danke an diejenigen, die die Geduld aufgebracht haben, bis zur eigentlichen Frage zu lesen.